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Die Tierarzthelferin
Viele junge Mädchen träumen davon einmal mit Tieren zusammen zu arbeiten, sei es als Tierarzthelferin, Tierärztin oder Tierpflegerin. Der folgende Text gibt einen kurzen Einblick in das Berufsfeld der Tierarzthelferin.
Der Beruf der Tierarzthelferin ist ein sehr vielseitiger Job, der viel Flexibilität und Einsatz verlangt. Vorraussetzungen für den Beruf ist ein Haupt - oder Realschulabschluss und ein Mindestalter von 16 Jahren, da auch Röntgenaufnahmen von den Tieren gemacht werden und dort die aktuelle Röntgenverordnung ein Mindestalter von 16 Jahren vorschreibt. Es ist auch anzuraten ein Praktikum in einer Tierarztpraxis, einem Tierheim oder in einer Tierklinik zu absolvieren. Es wird oftmals schnell klar, dass einfach „nur“ Tierliebe nicht ausreichend ist, um diesen Job gut auszuüben.
Die Vorteile sind ganz klar, man hat viel Kontakt zu Tieren verschiedenster Arten und Größen, man arbeitet mit Hamstern, Meerschweinen, Kaninchen, Vögeln, Katzen und natürlich Hunden zusammen und lernt schnell ihre Eigenarten kennen und lieben. Aber natürlich ist es auch sehr wichtig mit den Besitzern ein gutes Verhältnis aufzubauen, denn nur wenn sich der Besitzer gut aufgehoben fühlt, ist auch das Tier viel entspannter auf dem Behandlungstisch. Man darf also keine Berührungsängste vor Mensch und Tier haben.
Ein weiteres spannendes Aufgabenfeld der Tierarzthelferin ist die Assistenz bei Operationen. Die häufigsten sind Kastrationen, entfernen von Tumoren, Augen OPs und viele mehr. Man muss also wirklich auch Blut sehen können. Es wäre fatal wenn in einer Operation die Helferin dem Tierarzt wegkippt.
Das Labor ist ein weiteres Betätigungsfeld der Helferin. Es ist sehr wichtig, dass mit den Blut-, Kot- und Tupferproben sehr sorgfältig umgegangen wird. Es ist unterschiedlich was mit den Proben gemacht wird. Entweder werten wir sie bei uns in der Praxis direkt aus oder wir schicken sie in ein Großlabor, je nachdem was untersucht werden soll.
Da wir sehr selbstständig arbeiten, ist ein hohes Maß an Verantwortung und Einsatzbereitschaft extrem wichtig. Die Tierarzthelferin hat viel mit Terminen und Kunden zu tun. Es gehören Laborarbeiten, Apothekenverwaltung, Buchhaltung, Bestellung von Medikamenten und Reinigungsarbeiten zu ihren Aufgaben.
Oft müssen auch Tiere eingeschläfert werden, weil es keine Heilungschancen mehr gibt und die Tiere sich nicht quälen sollen. Dennoch ist es seelisch und auch körperlich sehr belastend, wenn ein Tier, was man über Jahre begleitet hat, eingeschläfert werden muss. Man baut natürlich zu allen Tieren eine Bindung auf und freut sich, wenn sie mal vorbeischauen.
Der Beruf ist ideal für Menschen die ein grosses Interesse an Medizin und Tieren haben. Der Vorteil zur Arzthelferin oder Krankenschwester ist, dass man die verschiedensten Tierarten betreut und alles vom Anfang bis zum Ende mitbekommt. Also die Tiere aufnimmt, für z. B. OPs fertig macht, bei der OP assistiert und die Narkosenachbehandlung übernimmt, man ist bis zum Aufwachen der Tiere bei Ihnen und übergibt sie dann wieder an ihre Besitzer.
Durch den Tierschutzverein, mit dem wir seit Jahren sehr gut zusammenarbeiten, erleben wir oft auch Wildtiere in unserer Praxis. Jedes Jahr ab dem Herbst gibt es viele Igel die den Winter ohne Hilfe nicht überstehen würden. Im Frühjahr 2004 hatte ich sogar das Glück ein Wildhasenbaby mit der Flasche aufzuziehen. Wir haben sie „NEMO“ getauft und im Juni war es dann soweit: wie sich jeder vorstellen kann, habe ich sie schweren Herzens wieder in die Freiheit gesetzt. Wir hoffen es geht ihr gut.
Wie man sieht, ist dieser Beruf ist wunderschön aber auch anstrengend, doch für mich gibt es keinen anderen, der annähernd so interessant ist wie dieser.
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